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Schöner, umfangreicher, feiner!

Ein Holzkahn als Fähre war in früheren Zeiten auch in Tübingen-Hirschau un­terwegs. Vom Dorf aus brachte er Rei­sende auf die andere Seite des Neckars, nach Kilchberg zum dort gelegenen Bahnhof. Bis heute heißt die Straße die in Hirschau zum Fluss führt deswegen „Fährweg". Dieser Straßenname war auch der erste Kontakt eines jungen Hirschauers mit einem Thema, das spä­ter zu einem wichtigen Teil seines Be­rufs werden sollte: Seit 2008 baut, repa­riert und pflegt Rudolf Raidt in seinem Zimmereiunternehmen die bekannten Tübinger Stocherkähne.

„Sie sind in der Form schöner, in der Ausstattung umfangreicher und in der Verarbeitung feiner", erklärt Rudolf Raidt die Vorzüge der Tübinger Boote gegenüber anderen Kähnen. Der Grund hierfür ist einfach: Sie werden bereits sehr lange für Freizeitzwecke genutzt. Genauso wie die Gondeln in Venedig.

Die jedoch, verrät der 32-Jährige, haben einen entscheidenden Nachteil. Sehr strenge traditionelle Bauvorschriften verhindern dort technische Verbesse­rungen. Was sich vor allem in der Halt­barkeit zeige. Nur etwa sieben Jahre be­trägt die Lebensdauer eines Holzkahns, der ohne Edelstahlschrauben, moderne Leime, Dichtstoffe und Anstriche gefer­tigt wird.

Dagegen halten Raidts Stocherkähne gut und gerne 20 Jahre. Die Tübinger Stocherkähne, die in Hirschau neben Nachen und Blaubeurer Stocherkähnen gefertigt werden, haben eine Länge von 8 bis 11 Metern und liegen preislich zwi­schen 2500 Euro in der einfachsten Ver­sion und 6000 Euro. Bevor Rudolf Raidt selbst Stocherkähne baute, hat er einen Kahn in einer Kahngemeinschaft ge­pflegt und betrieben, lernte so die Pro­bleme mit der Fäulnis aus erster Hand kennen und das Durcheinander, was die richtige Farbe und Reparaturen angeht.

„Ich habe gesehen, wo die Schwach­punkte in der Konstruktion der Kähne liegen", sagt der Schreiner, Zimmer­meister und Bootsbauer heute. Und das ausgiebige Sammeln von Erfahrungen hat sich für ihn gelohnt. Über 50 Kähne hat er seither gebaut, mit allem Zube­hör, wie Stangen, Stangenschuhen und Schöpfwerkzeugen. Weitere wichtige Bereiche seiner Arbeit sind Service, Reparaturen und Beratung. So findet man den sympathischen Handwerker im Frühjahr oft auf dem Kahnlagerplatz beim Tübinger Freibad wo er reparatur­bedürftige Kähne wieder flott macht. Erst im Sommer und Herbst, wenn die Stocherkähne auf dem Neckar zum Tü­binger Stadtbild gehören verwandelt sich das Unternehmen von Rudolf Raidt wieder in einen ganz normalen Zimme­reibetrieb. «

 

Quelle: TOP Magazin

Weitere Informationen über den Stocherkahnbauer Rudi Raidt:

http://www.stocherkahnbau.de/



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